Forum Marianum, 17.03.2011
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Zur nächsten Veranstaltung der Reihe FORUM MARIANUM laden wir
herzlich Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrer und
andere Interessierte ein.
Die Veranstaltung findet am Donnerstag, den 17. März 2011 in
der Aula (19.00 Uhr) statt. Den Referenten, Dr. Guido Pinkernell, und sein Themengebiet stellt
hier Herr Stenten-Langenbach vor.
Mathematik in der
Schule
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Mathematik für die Hochschule
Von H.-D. Stenten-Langenbach
Aus Guido Pinkernells Lebenslauf:
Abitur am Gymnasium Marianum in Meppen,
Studium der Mathematik, Musik auf Lehramt in Hannover,
Studium der Mathematik in Bristol und Cardiff,
Promotion in Mathematikdidaktik in Münster,
Lehrer am Gymnasium Johanneum in Lingen,
Lehre und Forschung in Mathematikdidaktik in Darmstadt.
Mathematik studiert man nicht nur, wenn man Mathematik studiert. Auch
das Studium der Naturwissenschaften, der Ingenieurswissenschaften,
Medizin oder auch Psychologie fordert den erfolgreichen Besuch von
mathematischen Veranstaltungen.
Erfolgreich sind allerdings nicht alle Studenten, nicht einmal
annähernd alle.
Woran liegt‘s? An den Studenten? An den Lehrern? An der
Schule? An den Universitäten? Hierüber wird derzeit
in der Öffentlichkeit, aber auch in der Mathematikdidaktik
heiß diskutiert.
Was für Mathematik ist wichtig, wenn man ein mathematikaffines
Studium beginnen möchte? Dazu gibt es unterschiedliche
Vorstellungen auch auf Seiten der Hochschulen, was man sehr gut anhand
eines Vergleichs von Hochschuleingangstests zeigen kann. Deutlich wird
aber in jedem Fall, dass es immer auch um Wissen aus der Mittelstufe
geht.
Wissen aus der Mittelstufe ist wichtig zu Beginn eines Studiums. Wissen
aus der Mittelstufe ist aber nicht expliziter Teil des
Oberstufenunterrichts in der Mathematik. Das zu ändern geht
auch, ohne den Lehrplan zu ändern.
Das alles sind Fragen, mit denen sich unter vielen anderen die Didaktik
der Mathematik beschäftigt.
Das Lehren von Mathematik besorgen die Mathematiklehrerinnen und
-lehrer an den Schulen. Das Lernen von Mathematik besorgen die
Schülerinnen und -schüler. Damit das klappt,
dafür sind beide verantwortlich.
Warum das klappt -oder auch warum das nicht klappt- das untersuchen
für das Fach Mathematik die Mathematikdidaktiker. Und sie
machen Vorschläge, wie man den Unterricht verbessern kann. Das
geben sie an die künftigen Lehrer während ihres
Studiums weiter, an die Autoren von Schulbüchern und
Unterrichtsmaterialien oder auch an die Gestalter von
Lehrplänen. Oder sie unterrichten auch selbst.
Man entscheidet sich nicht für den Beruf des Fachdidaktikers.
Man kommt dazu, weil man im Laufe seines Studiums, seiner
Berufsausübung ein Interesse für die Mechanismen des
Lehrens und Lernens eines Faches entdeckt und erkennt, dass man dieses
Interesse zum Beruf machen kann. Das sind nicht nur Lehrer. Das sind
auch Fachmathematiker, Pädagogen, Psychologen, Philosophen.
Ein spannender Beruf, der aus dem Zusammenspiel von Praxis und
Forschung lebt, und vielleicht bei der Beantwortung der Frage hilft,
„Was für Mathematik ist wichtig, wenn man ein
mathematikaffines Studium beginnen möchte?“.
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