Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in Lingen
Von N. Schröder, 31.03.2025
Am 20. Februar 2023 machten sich sieben talentierte Jungforschende des Marianums auf den Weg zum Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in Lingen. In der 60. Runde des Wettbewerbs traten allein in Niedersachsen 884 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit 491 Projekten in sieben Fachgebieten an. Die SchülerInnen des Marianums präsentierten ihre innovativen Ideen und Konzepte mit großem Engagement und erzielten bemerkenswerte Erfolge.
In der Sparte „Jugend forscht Junior“ überzeugten Liesel Büter (Jahrgang 8) mit ihrem Projekt „Solarjacket“ sowie Dean Grinich, Konstantin Frericks und Johan Abasalti (ebenfalls Jahrgang 8) mit ihrem Projekt „Green Route Emsland“. Maximilian Gansefort (Jahrgang 7) erreichte mit seinem Projekt „Stromerzeugung durch Wasser“ den dritten Platz im Fachgebiet Technik. Linnea Moß (Jahrgang 6) konnte sich sogar über einen zweiten Platz im Fachgebiet Chemie mit ihrem Projekt „Bioplastik“ freuen.
Besonders herausragend war Paula Schoe (Jahrgang 11), die mit ihrem Projekt „Synergetische Nutzung natürlicher Farbstoffe als Sensibilisatoren für die Photokatalyse“ den ersten Platz im Fachgebiet Chemie in der Sparte „Jugend forscht“ errang und zudem den Sonderpreis Zukunftsmacher erhielt. Dieser Erfolg ermöglicht es ihr, am Landeswettbewerb „Jugend forscht“ in Clausthal-Zellerfeld teilzunehmen.
Der Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ bot den SchülerInnen nicht nur die Möglichkeit, die eigenen Ideen zu präsentieren, sondern auch, sich mit anderen Jungforschenden auszutauschen und neue Freundschaften zu schließen. Insbesondere die abschließende Siegerehrung war ein Höhepunkt des Wettbewerbs, bei dem die SchülerInnen besonders auf den Auftritt des beliebten Youtube-Stars Lehrer Schmidt gespannt waren.
Die Erfolge der Jungforschenden des Marianums sind ein Beweis für das Engagement und die Kreativität der SchülerInnen und ihrer Lehrkräfte. Wir wünschen Paula und allen TeilnehmerInnen viel Erfolg für die kommenden Wettbewerbe und hoffen, dass sie weiterhin ihre Leiden-schaft für Wissenschaft und Forschung verfolgen!
Projektbeschreibungen:
Bioplastik
Es geht um Bioplastik, welches ich selbst hergestellt habe. Im 1. Versuch habe ich 5ml Essig-Essenz, 80g Stärke, 400ml Wasser und 1TL Raps-Öl in einen Kochtopf erhitzt. Ich habe so lange gerührt, bis die Masse so klebrig wie ein Kaugummi war. Dann habe ich das noch warme Plastik geformt und getrocknet. Beim 2. Versuch habe ich 300ml, 3,5% Milch und 1EL Essig-Essenz gemischt und lauwarm erhitzt, bis sich das Eiweiß vom Rest gelöst hat. Dann habe ich die Masse in einen Trichter mit Filterpapier gegeben, bis das Wasser vollständig abgetropft ist. Nun habe ich es wieder geformt und getrocknet. Bei meinem 3. Versuch habe ich die Versuche 1 und Versuche 2 zusammengeführt, indem ich die Stoffe, die ich in Versuch 1 und Versuch 2 benutzt habe, gemeinsam in einem Kochtopf erhitzt und dann einen Teil abgeschöpft habe und den anderen Teil in einen Trichter mit Filterpapier gegeben, bis das Wasser vollständig abgetropft ist. Des weiteren werde ich das Bioplastik auf Wasser und Hitze testen.
Green-Route-Emsland
Das Projekt Green Route Emsland hat zum Ziel, optimale Standorte für Busladestationen im Emsland zu ermitteln, um den öffentlichen Nahverkehr nachhaltiger zu gestalten. Mithilfe von Geoinformationssystemen analysieren wir geografische Daten wie Bevölkerungsdichte, Verkehrsanbindung und bestehende Infrastruktur. So identifizieren wir strategisch günstige Standorte, die Elektrobussen eine effiziente Nutzung ermöglichen und die CO₂-Emissionen verringern. Das Projekt kombiniert geographische Analyse mit der Planung nachhaltiger Mobilität und unterstützt die Region auf dem Weg zu einer umweltfreundlicheren Zukunft.
Solarjacket
Ich habe eine leichte Übergangsjacke mit leichten Solarpanelen versehen, um mein Handy aufladen zu können. Sonnenstrahlen treffen auf die Solarpanele und durch einen Anschluss im Jackeninneren entsteht die Möglichkeit das Handy in der Jackentasche zu laden. Die Panele sind so angerichtet, dass man sich in der Jacke weiterhin frei bewegen kann, aber dennoch Sonnenstrahlen darauf treffen.
Stromerzeugung durch Wasser
In meinem Projekt möchte ich gerne aus fließendem Gewässer Strom erzeugen. Dafür habe ich eine Spule gebaut, die durch ein Wasserrad gedreht wird und in einem Magnetfeld rotiert, wodurch Strom erzeugt wird.
Synergetische Nutzung natürlicher Farbstoffe als Sensibilisatoren für die Photokatalyse
Inspiriert von der Photosynthese untersucht das Projekt, wie natürliche Farbstoffe (Betanin, Chlorophyll, Cyanidin) mit Titandioxid (TiO₂) kombiniert werden können, um Sonnenlicht effizienter zu nutzen und somit die Herausforderungen der nachhaltigen Energiegewinnung zu bewältigen. Ziel ist es, ein kostengünstiges und umweltfreundliches System zu entwickeln, das als Alternative zu klassischen Farbstoffsolarzellen dient und Potenzial für die photokatalytische Wasserspaltung zur Wasserstoffproduktion bietet. Im Projekt wurden synergetische Effekte bestimmter Farbstoffmischungen zur verbesserten Lichtabsorption und möglichen Optimierung der Elektronentransferprozesse gemessen. Besonders vielversprechend ist die Kombination aus Betanin und Chlorophyll, die nicht nur Licht effektiv absorbiert, sondern auch mit TiO₂ interagiert. Diese Erkenntnisse eröffnen neue Wege für nachhaltige Energiekonzepte und könnten langfristig in der Industrie, z. B. zur Wasserstoffproduktion, genutzt werden.
Auch die Medien haben bereits über den Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ berichtet:
Waslosin
NOZ – Lingener Tagespost